33 Glaubenssätze, die Dein Training sabotieren – und wie Du sie sofort durchbrichst
Kennst Du das?
Du trainierst.
Du gibst Dir Mühe.
Du weißt eigentlich, was zu tun ist…
…aber trotzdem bleiben die Ergebnisse aus. Vielleicht sind limitierende Glaubenssätze in deinem Fitness-Ansatz der Grund dafür.
In über 17 Jahren als Personal Trainer habe ich immer wieder das Gleiche gesehen:
👉 Es sind nicht die Trainingspläne
👉 Es ist nicht die Ernährung
👉 Es sind nicht die Gene
Es sind: Glaubenssätze.
Diese kleinen Sätze in Deinem Kopf, die Dein Verhalten steuern – oft völlig unbewusst. Und genau diese sabotieren jedes Jahr tausende Trainingserfolge.
Heute entlarven wir:
✅ 33 zerstörerische Glaubenssätze
✅ warum sie Dich stoppen
✅ und welche starken Überzeugungen Du stattdessen brauchst
Was sind Glaubenssätze – und warum sabotieren sie Dein Training?
Glaubenssätze sind automatische Gedankenmuster, die auf Deinen Erfahrungen, Deiner Erziehung und Deinem Umfeld basieren. Sie steuern Deine Entscheidungen und beeinflussen maßgeblich Deine Motivation und Disziplin.
Ein klassisches Beispiel ist die moralische Lizenzierung: „Ich war heute laufen, jetzt habe ich mir den Kuchen verdient“. Diese Denkmuster führen dazu, dass Du zwei Schritte vor und einen zurück machst.
Der Kerngedanke ist einfach: Dein Körper folgt Deinem Kopf.
Wenn Deine Identität sagt: „Ich bin jemand, der nicht durchhält“ – dann wirst Du tatsächlich abbrechen. Nicht weil Du es nicht könntest, sondern weil Dein Unterbewusstsein dieses Selbstbild bestätigen will.
Die gute Nachricht? Mit Ernsthaftigkeit und den richtigen Techniken kannst Du diese limitierenden Glaubenssätze nicht nur erkennen, sondern auch transformieren.
Die 33 häufigsten sabotierenden Glaubenssätze im Training
Ich zeige Dir nun die 33 häufigsten Glaubenssätze, die ich bei meinen Klienten beobachte – und wie Du sie sofort in kraftvolle Überzeugungen umwandeln kannst.
1-10: Die Grundlegenden Blockaden
1. „Ich habe keine Zeit.“
→ Zeit entsteht durch Prioritäten
✅ „Ich plane Training wie einen Termin mit mir selbst.“
2. „Ich bin einfach nicht der Sporttyp.“
→ Identitätsblockade
✅ „Ich werde jemand, der seinen Körper stärkt.“
3. „Ich sehe ja sowieso keine Ergebnisse.“
→ Demotivation
✅ „Jeder Trainingstag verbessert meinen Körper.“
4. „Ich bin zu alt.“
→ Altersausrede
✅ „Alter macht Training noch wichtiger.“
5. „Ich habe schlechte Gene.“
→ Opferhaltung
✅ „Mein Verhalten bestimmt 90% meiner Ergebnisse.“
6. „Ich schaffe das nicht alleine.“
→ Abhängigkeit
✅ „Ich übernehme Verantwortung und hole Unterstützung, wo sinnvoll.“
7. „Ich brauche Motivation.“
→ passives Denken
✅ „Ich handle auch ohne Motivation.“
8. „Ich will nicht zu muskulös werden.“
→ besonders bei Frauen
✅ „Muskeln formen meinen Körper ästhetisch.“
9. „Einmal Training bringt doch nichts.“
→ Alles-oder-Nichts-Denken
✅ „Konsistenz schlägt Perfektion.“
10. „Ich habe schon so oft versagt.“
→ Selbstsabotage durch Vergangenheit
✅ „Jeder Neuanfang bringt mich näher an mein Ziel.“
11-20: Die täglichen Ausreden
11. „Heute bringt’s eh nichts.“
→ Ausrede für Bequemlichkeit
✅ „Jede Wiederholung zählt.“
12. „Ich muss perfekt essen.“
→ Perfektionismusfalle
✅ „80% reichen für Ergebnisse.“
13. „Wenn ich keine Lust habe, bringt es nichts.“
→ Gefühlsabhängigkeit
✅ „Disziplin schafft Ergebnisse, nicht Lust.“
14. „Ich mache zuerst andere Dinge.“
→ Prokrastination
✅ „Mein Körper hat Priorität.“
15. „Andere haben es leichter.“
→ Vergleichsfalle
✅ „Ich vergleiche mich nur mit mir selbst.“
16. „Ich kann nicht verzichten.“
→ Opferhaltung
✅ „Ich entscheide bewusst, was mir wichtig ist.“
17. „Ich brauche schnelle Ergebnisse.“
→ Ungeduld
✅ „Langfristiger Erfolg ist nachhaltiger.“
18. „Heute ist ein Cheat Day.“
→ Selbstbetrug
✅ „Ich genieße bewusst ohne Kontrollverlust.“
19. „Ich habe Schmerzen, also höre ich auf.“
→ Vermeidungsverhalten
✅ „Ich unterscheide zwischen Schmerzen und Unlust.“
20. „Ich habe einen schlechten Tag.“
→ Emotionale Ausrede
✅ „Training verbessert meinen Tag.“
21-33: Die tieferen Blockaden
21. „Ich darf mich belohnen.“
→ Belohnungsfalle
✅ „Mein Fortschritt ist meine Belohnung.“
22. „Das bringt bei mir nicht.“
→ Selbstlimitierung
✅ „Ich passe an und verbessere.“
23. „Ich mache es nächste Woche.“
→ Aufschieberitis
✅ „Ich handle heute.“
24. „Ich muss erst fitter werden, bevor ich anfange.“
→ Paradoxes Denken
✅ „Training macht mich fit.“
25. „Ich bin halt undiszipliniert.“
→ Negative Selbstidentifikation
✅ „Ich baue Disziplin durch kleine Erfolge auf.“
26. „Ich brauche erst die perfekte Umgebung.“
→ Ausrede für Nichthandeln
✅ „Ich starte mit dem, was ich habe.“
27. „Ich habe keinen Plan.“
→ Orientierungslosigkeit
✅ „Ich hole Struktur oder Hilfe.“
28. „Ich will niemanden im Gym blamieren.“
→ Soziale Angst
✅ „Jeder hat mal angefangen.“
29. „Ich esse sowieso gerne.“
→ Fehlende Kontrolle
✅ „Ich genieße achtsam und bewusst.“
30. „Ich kann nicht kochen.“
→ Fähigkeitslimitation
✅ „Ich lerne einfache Meal-Prep Basics.“
31. „Ich nehme einfach nicht ab.“
→ Deterministische Denkweise
✅ „Ich passe Ernährung und Aktivität an.“
32. „Es lohnt sich nicht.“
→ Fehlende Wertschätzung
✅ „Meine Gesundheit lohnt sich IMMER.“
33. „Ich bin halt so.“
→ Statische Identität
✅ „Ich kann mich jederzeit verändern.“
Warum diese Glaubenssätze so mächtig sind (psychologisch)
Die Kraft dieser Glaubenssätze liegt in ihrer Tiefe. Sie operieren auf der Identitätsebene – wie Tony Robbins sagt: „Identity shapes behavior“ (Identität formt Verhalten).
Diese Glaubenssätze:
-
- Halten Dich in Deiner Komfortzone
-
- Steuern Dein Dopamin-System
-
- Bieten emotionale Belohnung für das Nichthandeln
-
- Schützen Deinen Selbstwert vor Veränderung und möglichem Scheitern
Wenn Du denkst: „Warum passiert das immer mir?“, steckt dahinter ein tiefer Glaubenssatz über Deine vermeintliche Machtlosigkeit. Die entscheidende Transformation beginnt, wenn Du stattdessen fragst: „Wie kann ich diese Situation nutzen?“
Wie Du sabotierende Glaubenssätze dauerhaft veränderst
1. Bewusstsein schaffen
Der erste Schritt ist, Deine eigenen limitierenden Glaubenssätze zu erkennen. Beobachte Deine Gedanken vor, während und nach dem Training. Welche Ausreden tauchen regelmäßig auf? Welche Sätze sagst Du zu Dir selbst, wenn Du eigentlich trainieren solltest?
Schreibe diese Gedanken auf. Allein das Bewusstmachen schwächt ihre Macht über Dich.
2. Trigger erkennen
Jeder Glaubenssatz hat einen Auslöser – einen Trigger. Ist es der Anblick Deiner Sporttasche? Der Gedanke ans frühe Aufstehen? Die Erinnerung an früheres „Versagen“?
Wenn Du diese Trigger identifizierst, kannst Du sie bewusst umgestalten.
3. Alternativsatz formulieren
Für jeden negativen Glaubenssatz brauchst Du einen kraftvollen Alternativsatz. Dieser sollte:
-
- Positiv formuliert sein
-
- Sich wahr anfühlen (nicht übertrieben)
-
- In der Gegenwart stehen
-
- Handlungsorientiert sein
Statt „Ich bin zu schwach“ könnte der neue Satz lauten: „Mit jedem Training werde ich stärker.“
4. Handlung koppeln
Der entscheidende Schritt: Verbinde Deinen neuen Glaubenssatz mit einer konkreten Handlung. Wenn der Trigger auftaucht und der alte Glaubenssatz sich meldet, führe sofort eine kleine, definierte Aktion aus.
Beispiel: Wenn der Gedanke „Ich habe keine Zeit“ auftaucht, ziehst Du sofort Deine Trainingsschuhe an – ohne nachzudenken.
5. Identität stärken: „Ich bin jemand, der…“
Die tiefste Ebene der Veränderung findet auf der Identitätsebene statt. Beginne, Dich selbst als jemanden zu sehen, der bereits die gewünschten Eigenschaften besitzt:
„Ich bin jemand, der jeden Tag trainiert.“
„Ich bin jemand, der Herausforderungen liebt.“
„Ich bin jemand, der sich um seinen Körper kümmert.“
Diese „Ich bin“-Aussagen haben enorme Kraft, weil unser Gehirn danach strebt, unser Selbstbild zu bestätigen.
Sprachmuster erkennen und transformieren
Unsere Worte formen unsere Realität. Achte auf Deine Sprachmuster:
-
- Welche schwächenden Metaphern nutzt Du regelmäßig? („Ich bin am Ende“, „Das bricht mir das Genick“)
-
- Welche stärkenden Metaphern könntest Du stattdessen verwenden? („Ich tanke auf“, „Ich wachse an dieser Herausforderung“)
-
- Welche Sprachmuster nutzt Du, wenn Du glücklich und erfüllt bist?
Besonders wichtig sind die Fragen, die Du Dir stellst. Statt „Warum bin ich so ein Verlierer?“ frage „Was kann ich jetzt lernen?“
Ernsthaftigkeit als Schlüssel zum Erfolg
Die wichtigste Voraussetzung für das Lösen unserer Glaubenssätze ist Ernsthaftigkeit. Es ist ein Prozess, der dem Gewinnen eines Wettbewerbs gleicht – es braucht volles Engagement, Disziplin und echten Willen zur Veränderung.
Wer diese Ernsthaftigkeit aufbringt, der kann seine limitierenden Glaubenssätze tatsächlich dauerhaft transformieren.
Denk daran: Wir können nur die Dinge optimieren, die wir kennen. Mach Deine Glaubenssätze sichtbar, und Du hast bereits den ersten Schritt getan.
Meine Erfahrung mit Klienten
In meiner Arbeit als Personal Trainer sehe ich täglich, wie Glaubenssätze den Unterschied zwischen Erfolg und Stagnation ausmachen.
Als wir vor drei Jahren mit dem Training begannen, waren die Dehn- und Aufwärmübungen schon ziemlich anstrengend. Heute, mit relativ konstant zwei Trainingsstunden pro Woche, habe ich ein sehr hohes Maß an Fitness und Beweglichkeit wiedererlangt.
Leider konnte ich trotz Training einen Bandscheibenvorfall im letzten Jahr nicht verhindern. Aber durch meine neu gewonnene Grundfitness war die Leistungskurve in der Reha extrem steil. Heute, 1,5 Jahre danach, bin ich nicht nur beschwerdefrei, sondern auch deutlich belastbarer als früher.
Philipp hat eine ziemlich fundierte Ausbildung genossen und glänzt immer wieder mit hohem Detailwissen, sei es physiologisch oder auch in Bezug auf Nährstoffhaushalt und biochemische Prozesse. Auch die Nach-Reha-Phase hat er mich sehr spezifisch trainieren lassen.
Wer bereit ist, nicht nur Geld, sondern auch eigene Zeit, Biss und Konstanz in seine Gesundheit zu investieren, ist bei Philip gut aufgehoben!“ – Thorsten Knoop
Fazit: Dein Mindset bestimmt Deinen Erfolg
Deine Fitness-Ergebnisse werden zu 80% von Deinem Mindset bestimmt und nur zu 20% von Deinem Trainingsplan. Die gute Nachricht: Du hast die volle Kontrolle über Deine Glaubenssätze.
Mit den richtigen Techniken und etwas Ernsthaftigkeit kannst Du Deine limitierenden Überzeugungen in kraftvolle Antreiber verwandeln.
Denk daran: Jeder Gedanke, den Du regelmäßig denkst, wird zu einer Überzeugung. Jede Überzeugung formt Deine Identität. Und Deine Identität bestimmt letztendlich Deine Ergebnisse.
Welchen Glaubenssatz wirst Du heute transformieren?
FAQ: Häufige Fragen zu Glaubenssätzen im Training
Wie lange dauert es, bis sich ein neuer Glaubenssatz etabliert hat?
Die Forschung zeigt, dass es etwa 21-66 Tage dauert, bis sich neue neuronale Verbindungen fest etabliert haben. Wichtig ist die konsequente Wiederholung und das Verknüpfen mit positiven Erfahrungen.
Kann ich wirklich meine langjährigen Überzeugungen ändern?
Absolut! Unser Gehirn ist bis ins hohe Alter plastisch und veränderbar. Entscheidend ist, dass Du den alten Glaubenssatz bewusst identifizierst und konsequent durch den neuen ersetzt.
Was mache ich, wenn ich in alte Muster zurückfalle?
Rückfälle sind normal und Teil des Prozesses. Wichtig ist, dass Du sie als Lernchance siehst und nicht als Bestätigung des alten Glaubenssatzes. Frage Dich: „Was hat den Rückfall ausgelöst?“ und justiere Deinen Ansatz entsprechend.
Wie kann ich herausfinden, welche Glaubenssätze mich am meisten blockieren?
Beobachte, in welchen Situationen Du regelmäßig aufgibst oder ausweichst. Achte auf Sätze, die mit „Ich kann nicht…“, „Ich bin nicht…“ oder „Das funktioniert bei mir nicht…“ beginnen. Diese verraten oft Deine tiefsten limitierenden Überzeugungen.
Können Glaubenssätze auch positive Wirkungen haben?
Unbedingt! Starke, positive Glaubenssätze wie „Ich werde mit jedem Training stärker“ oder „Mein Körper ist dankbar für Bewegung“ können Deine Motivation und Disziplin enorm steigern.
Du willst herausfinden, welche Glaubenssätze Dich persönlich bremsen – und wie Du sie durch starke, identitätsbasierte Überzeugungen ersetzt?
Dann melde Dich bei mir für ein 1:1 Coaching oder ein hybrides Coaching-Paket. Gemeinsam identifizieren wir Deine tiefsten Blockaden und entwickeln einen personalisierten Plan, um sie zu überwinden.











