Warum Motivation überschätzt wird

 

Warum Motivation überschätzt wird

 

Die meisten Menschen glauben, dass sie ein Motivationsproblem haben. Doch warum Motivation überschätzt wird, ist eine Frage, die es zu erkunden gilt.

„Ich müsste nur motivierter sein…“
„Wenn ich wieder Motivation habe, fange ich an…“
„Ich war so gut dabei, aber dann hat mir die Motivation gefehlt…“

Die Wahrheit ist brutal:
👉 Motivation ist unzuverlässig.
👉 Motivation ist launisch.
👉 Motivation ist kurzfristig.

Wenn Du darauf wartest, motiviert zu sein, wirst Du Dein ganzes Leben warten.

Ich habe das bei mir selbst erlebt – und bei hunderten Klientinnen und Klienten.

Selbst in den schwierigsten Zeiten meines Lebens, als mein Vater erblindete, beide Beine verlor und später starb, war Motivation nicht der Grund, warum ich weitermachte.

Es war:
✅ Verantwortung
✅ Disziplin
✅ Identität
✅ Standards

Und genau deshalb ist Motivation überschätzt.

Was Motivation wirklich ist

 

Motivation ist ein emotionaler Zustand.

Sie basiert auf:
* Dopamin
* kurzfristiger Belohnung
* Lust auf Veränderung
* äußeren Reizen

Das Problem:
👉 Emotionen schwanken
👉 Dopamin fällt ab
👉 Stress, Müdigkeit, Alltag zerstören Motivation

Motivation ist wie Wetter.
Sie kommt – und geht.

Stell Dir vor: Du beschließt am Sonntag, ab Montag jeden Tag zu trainieren. Du bist voller Energie, planst alles durch und kannst es kaum erwarten, loszulegen. Doch dann kommt der Mittwoch – Du hast schlecht geschlafen, ein stressiger Arbeitstag liegt hinter Dir, und plötzlich ist diese Motivation wie weggeblasen.

Das ist kein Zufall. Das ist die Natur der Motivation.

7 Gründe, warum Motivation nicht funktioniert

 

1. Motivation ist kurzfristig

 

Sie hält selten länger als Tage oder Wochen. Neurowissenschaftliche Studien zeigen, dass der anfängliche Dopamin-Kick, den wir als Motivation empfinden, schnell nachlässt. Deshalb starten so viele Menschen im Januar mit großem Elan im Fitnessstudio – und geben bis Februar wieder auf.

2. Motivation reagiert auf Stimmung

 

Schlechter Schlaf → keine Motivation
Stress → keine Motivation
Streit mit dem Partner → keine Motivation

Unsere Stimmung ist ständigen Schwankungen unterworfen. Wer sein Training davon abhängig macht, wird nie konstant bleiben.

3. Motivation belohnt Planung, nicht Handlung

 

„Ich starte nächste Woche“ fühlt sich gut an – aber ändert nichts. Das Planen von Fitnesszielen löst bereits einen kleinen Dopamin-Schub aus. Deshalb fühlt es sich so gut an, immer neue Pläne zu schmieden – ohne sie jemals umzusetzen.

4. Motivation sucht Komfort

 

Das Gehirn will Energie sparen. Es ist evolutionär darauf programmiert, den Weg des geringsten Widerstands zu gehen. Training bedeutet Anstrengung – und das steht im direkten Konflikt mit unserem angeborenen Streben nach Komfort.

5. Motivation verschwindet, wenn es hart wird

 

Training im Winter? Fehlanzeige. Wenn es regnet? Lieber auf dem Sofa bleiben. Wenn der Muskelkater einsetzt? Pause machen. Echte Veränderung passiert aber genau dann, wenn es unbequem wird.

6. Motivation erwartet Perfektion

 

„Wenn ich nicht perfekt starten kann, lasse ich es.“ Dieser Perfektionismus ist ein Motivationskiller. Die Vorstellung, dass alles perfekt sein muss, führt zu ständigem Aufschieben.

7. Motivation lügt

 

Sie gibt Dir das Gefühl, aktiv zu sein – obwohl Du nichts tust. Motivation kann uns in eine gefährliche Illusion versetzen: Wir fühlen uns gut, weil wir über Training nachdenken, Fitnessinhalte konsumieren und uns vorstellen, wie wir trainieren werden… während wir in Wirklichkeit keine einzige Wiederholung machen.

Was wirklich langfristige Veränderung bringt

 

Wenn Motivation nicht der Schlüssel ist – was dann? In meiner Arbeit als Personal Trainer habe ich festgestellt, dass die wirklich erfolgreichen Klienten auf ganz andere Faktoren setzen:

✅ Disziplin: Die Fähigkeit, auch dann zu handeln, wenn man keine Lust hat
✅ Gewohnheiten: Automatismen, die keine bewusste Entscheidung mehr erfordern
✅ Identität: Wie Du Dich selbst definierst („Ich bin ein Sportler“)
✅ Standards: Persönliche Mindestanforderungen, die Du niemals unterschreitest
✅ Verantwortung: Die Erkenntnis, dass nur Du selbst verantwortlich bist
✅ Accountability: Externe Kontrollmechanismen (Coach, Trainingspartner)

Darum verändern sich Menschen, die sagen:
„Ich bin jemand, der trainiert.“
statt
„Ich versuche, motiviert zu bleiben.“

Die 3 Schlüssel zur nachhaltigen Veränderung

 

#### 1. Identität

Nicht Verhalten ändern – Identität ändern.

Tony Robbins drückt es perfekt aus:
„The strongest force in the human personality is the need to stay consistent with how we define ourselves.“

Wenn Du Dich als „Sportler“ oder „gesundheitsbewusster Mensch“ definierst, wird das Training zur logischen Konsequenz dieser Identität. Es geht nicht mehr um Motivation, sondern darum, im Einklang mit Deinem Selbstbild zu handeln.

#### 2. Standards

„Ich trainiere, egal was ist.“

Der Navy SEAL Jocko Willink sagt: „Discipline equals freedom.“ Wenn Du hohe persönliche Standards setzt, entsteht Freiheit durch Struktur. Du diskutierst nicht mehr mit Dir selbst, ob Du heute trainieren sollst – es ist einfach ein Standard, den Du nicht unterschreitest.

#### 3. Systeme

Erfolgreiche Menschen verlassen sich nicht auf Motivation, sondern auf Systeme:
* Meal Prep für die ganze Woche
* Fester Trainingsplan
* Professioneller Coach
* Tägliche Routinen

Systeme funktionieren unabhängig von Deiner Tagesstimmung.

10 Strategien, um ohne Motivation zu handeln

 

1. 10-Minuten-Regel

 

Verpflichte Dich nur zu 10 Minuten Training. Oft ist der Anfang das Schwerste – sobald Du einmal begonnen hast, machst Du meistens weiter. Diese Strategie überwindet die anfängliche Trägheit.

2. Termine setzen

 

Behandle Dein Training wie einen Zahnarzttermin – nicht verhandelbar. Trage es fest in Deinen Kalender ein und halte Dich daran, als wäre es ein wichtiges Business-Meeting.

3. Accountability

 

Hole Dir einen Coach, Trainingspartner oder tritt einer Gruppe bei. Die Verpflichtung gegenüber anderen Menschen ist ein mächtiger Motivator – stärker als die Verpflichtung gegenüber Dir selbst.

4. Planung am Vortag

 

Entscheide am Abend zuvor, wann und was Du trainieren wirst. Lege Deine Sportkleidung bereit. Eliminiere alle Entscheidungen, die Dich am nächsten Tag aufhalten könnten.

5. Meal Prep

 

Bereite Deine Mahlzeiten im Voraus zu. Ernährung ist ein entscheidender Faktor für Deinen Trainingserfolg – und mit vorbereitetem Essen fällt es viel leichter, gesunde Entscheidungen zu treffen.

6. Identitätssatz

 

Wiederhole täglich: „Ich bin jemand, der handelt.“ Formuliere positive Affirmationen, die Deine neue Identität stärken. Sage nicht „Ich versuche zu trainieren“, sondern „Ich bin ein Sportler“.

7. Standards erhöhen

 

Setze Dir Mindeststandards, die Du unter keinen Umständen unterschreitest. Zum Beispiel: „Ich trainiere mindestens 3x pro Woche, egal was passiert.“

8. Mini-Gewohnheiten

 

Beginne mit winzigen Gewohnheiten, die so einfach sind, dass Du sie unmöglich ablehnen kannst. Ein Satz Kniebeugen nach dem Aufstehen. Eine Minute Plank vor dem Schlafengehen. Diese Mini-Gewohnheiten können sich zu vollständigen Trainingsroutinen entwickeln.

9. Training zur Tagesroutine machen

 

Verknüpfe das Training mit einer bestehenden Gewohnheit. Nach dem Zähneputzen 10 Liegestütze. Nach der Arbeit direkt ins Fitnessstudio, ohne nach Hause zu fahren. Diese Verknüpfungen schaffen automatische Auslöser.

10. Nicht nach Gefühl entscheiden

 

Gefühle sind unzuverlässig. Treffe Deine Entscheidung zu trainieren nicht basierend auf der Frage „Habe ich Lust?“, sondern basierend auf Deinem Plan und Deinen Standards.

Häufig gestellte Fragen

 

Warum ist Motivation überschätzt?

 

Weil sie kurzfristig und unzuverlässig ist. Motivation ist ein flüchtiger emotionaler Zustand, der stark von externen Faktoren und Deiner Tagesverfassung abhängt. Langfristige Veränderung erfordert Systeme, die auch dann funktionieren, wenn die Motivation fehlt.

Was ist wichtiger als Motivation?

 

Disziplin, Identität, Gewohnheiten und Systeme. Diese Faktoren sind unabhängig von Deinem momentanen Gefühlszustand und sorgen dafür, dass Du auch an schlechten Tagen handelst. Sie sind die wahren Treiber nachhaltiger Veränderung.

Wie bleibe ich dran, wenn ich keine Motivation habe?

 

Handeln, nicht warten. Setze auf Mini-Schritte und etablierte Routinen. Verlasse Dich auf Deine Systeme und Standards, nicht auf Dein momentanes Gefühl. Erinnere Dich an Deine Identität und handle entsprechend.

Fazit

 

Wenn Du darauf wartest, motiviert zu sein, wirst Du nie anfangen.

Die erfolgreichsten Menschen, die ich in meiner Karriere als Personal Trainer begleiten durfte, sind nicht diejenigen mit der größten Motivation. Es sind diejenigen, die verstanden haben, dass Motivation überbewertet ist.

Sie haben Systeme etabliert. Sie haben ihre Identität verändert. Sie haben Standards gesetzt, die sie nicht unterschreiten.

Sie handeln – unabhängig davon, ob sie gerade Lust haben oder nicht.

Und genau das ist der Unterschied zwischen vorübergehender Begeisterung und echter, langfristiger Transformation.

Starte jetzt Deine Transformation

 

Wenn Du aufhören willst zu warten und endlich handeln willst, dann lass uns gemeinsam starten.

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👉 echte Veränderung

Schreib mir – heute zählt. Nicht morgen, nicht wenn die Motivation zurückkommt, sondern JETZT.

Denn wie ich immer sage: „Upgrade Deine Trainings und Lebensgewohnheiten zu einem Lifestyle, der das Unmögliche möglich macht.“


 

Dieser Artikel basiert auf meinen Erfahrungen als Personal Trainer seit über 15 Jahren und wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Verhaltenspsychologie. Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest, wie Du Deine Fitness- und Gesundheitsziele ohne Motivation erreichen kannst, kontaktiere mich für ein kostenloses Beratungsgespräch.


 

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